Erntehelfer: Freistaat will Bußgeldrahmen „voll ausschöpfen“

von Redaktion

CORONA AUF HÖFEN UND IN ANKER-ZENTREN

Nicht nur Urlaubsrückkehrer, sondern auch Asylbewerber und Erntehelfer sollen verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. In den Anker-Zentren würden schon seit Ende Februar alle ankommenden Personen verdachtsunabhängig getestet, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Mehr als 6000 Tests seien dort gemacht worden. Fortan sollen Asylsuchende bei jedem Besuch des Ärztezentrums der Anker-Zentren auch auf das Coronavirus getestet werden – unabhängig von den Beschwerden, wegen der der Arzt eigentlich aufgesucht wird. Bei einem positiven Test würden alle Bewohner sowie Beschäftigte getestet und die Einrichtung für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming (Kreis Dingolfing-Landau) sollen auch Erntehelfer verpflichtend flächendeckend getestet werden. Wie berichtet, sind auf dem Hof mehr als 170 Erntehelfer an Corona erkrankt, weswegen der Freistaat kostenlose Teststationen für die Bürger eingerichtet hat. Von 543 am Dienstag getesteten Mammingern sei kein einziger Befund positiv gewesen, teilte das Landratsamt mit. Die Ergebnisse der Mittwoch-Tests stehen noch aus, ebenso die Ergebnisse von Tests aus dem benachbarten Dingolfing. „Die bisherigen Ergebnisse sind ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Ausbruch um einen geschlossenen Personenkreis gehandelt hat“, sagte Landrat Werner Bumeder.

Herrmann erklärte, man werde bei schweren Verstößen gegen Vorschriften den Bußgeldrahmen „voll ausschöpfen“. Bußgelder bis zu 25 000 Euro seien möglich. Rund 40 000 Erntehelfer sind in Bayern im Einsatz.  dpa

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