IN KÜRZE

Virologin: Keine Panik wegen Mutationen Studie: Russischer Impfstoff wirksam

von Redaktion

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Nach ersten Ergebnissen seien hierzulande höchstens zwei Prozent der zirkulierenden Viren entsprechend mutiert. „Also noch kein Grund zur Sorge. Aber man muss es halt im Auge behalten“, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München. Die Varianten B.1.1.7 aus Großbritannien und B.1.351 aus Südafrika seien ansteckender – aber nur bei direktem Kontakt ohne Schutz. Konsequente Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken würden alle Viren abhalten, selbst die neuen Varianten. „Und die Impfung wirkt auch“, erklärte Protzer. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt immer wieder eindringlich vor den Gefahren der Mutationen des Coronavirus – und begründet damit auch seine Ablehnung von „überstürzten Lockerungen“.

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien haben russische Forscher Details zum Corona-Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Außerdem sei der Impfstoff gut verträglich. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt „The Lancet“ publiziert.

Russland strebt eine Registrierung in der EU an. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff bereits eingesetzt. Russland hatte bereits im Dezember damit begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen und im Januar eine große Impfkampagne gestartet. Das Vakzin wurde in Russland schon im August 2020 zugelassen – noch vor dem Abschluss der Phase-III-Studien. Dieses Vorgehen hatte international scharfe Kritik ausgelöst.

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