Grün ist die Öffnung

von Redaktion

Drei oberbayerische Kreise liegen unter dem Wert von 35

München – Grün ist die Farbe der Hoffnung – und Grün ist die Farbe der Öffnung. Ministerpräsident Markus Söder hat offene Geschäfte in Aussicht gestellt, dort, wo die Infektionszahlen besonders niedrig sind. Aber, Stand Montag, sind nur die oberbayerischen Landkreise Erding, Bad Tölz-Wolfratshausen und die Stadt München unter der magischen Sieben-Tage-Inzidenz von 35 geblieben. Die Landkreise Dachau und Weilheim-Schongau haben eine Sieben-Tage-Inzidenz von exakt 35. Die Infektionszahlen gehen bundesweit gerade wieder langsam nach oben – trotz Lockdowns. Ein Grund ist die rasche Ausbreitung der britischen Virusmutation. Deren Anteil in Bayern stieg von fünf Prozent zu Jahresbeginn auf jetzt 28 Prozent – vor einer Woche waren es noch 20 Prozent.

Der Landkreis Tirschenreuth ist weiterhin trauriger deutscher Spitzenreiter – die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt hier knapp 354. Auch die Kreise Wunsiedel (310) und Hof (200) sind weit entfernt von jeglicher Öffnungsperspektive. Bayern ist coronamäßig ein zweigeteiltes Land. Oberbayern steht vergleichsweise gut da, anderswo ist die Lage kritisch. Über dem Inzidenzwert von 100 lagen am Montag auch die Städte Passau, Hof und Weiden sowie die Kreise Cham, Bayreuth, Schwandorf, Passau, Kulmbach und Neustadt an der Waldnaab. Aber auch Bayreuth sowie die Kreise Amberg-Sulzbach und Traunstein liegen mit einem Wert über 90 nahe an der 100er-Grenze. Ab 100 gelten strengere Regeln – Nürnberg hat eine Inzidenz von 101,5. Deswegen gilt ab heute wieder eine nächtliche Ausgangssperre. sts

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