Ein wachsender Anteil der Deutschen glaubt nicht an eine Impfung bis zum Ende des Sommers. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem eine Corona-Impfung anzubieten. 62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen impfwilligen Erwachsenen in Deutschland ein Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen.
Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich am Samstag mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen. Er sei „froh und glücklich“ über die Impfung und danke den kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Impfhotline und des Impfzentrums, teilte das Robert Koch-Institut samt einem Schwarz-Weiß-Foto über Twitter mit. „Mit jeder Impfung rückt das Pandemieende näher“, wird der 60-Jährige zitiert.
Auch der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, ist in Berlin mit Astrazeneca geimpft worden. „Osterglück eines 60-Jährigen: Erstgeimpft mit Astrazeneca. Danke an alle im Impfzentrum Flughafen Tegel“, twitterte Seibert. In Berlin wird Astrazeneca nach dem Stopp für Jüngere seit einigen Tagen auch an Menschen im Alter von 60 bis 70 Jahren verabreicht.
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Öffnung der Außenbereiche von Pubs und Restaurants in England ab Montag kommender Woche bestätigt. Die ab dem 12. April vorgesehene zweite Phase der Corona-Lockerungen könne stattfinden wie geplant, kündigte Johnson am Montag an. „Ich werde selbst zu einem Pub gehen und vorsichtig, aber unwiderruflich ein Glas Bier an meine Lippen führen“, witzelte Johnson. Ab dem 12. April dürfen in England auch alle Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure wieder öffnen. Die Lockerungen seien durch die sinkenden Infektionszahlen „vollauf gerechtfertigt“, sagte Johnson. Noch keine konkreten Angaben machte er zum Sommerurlaub. Die Regierung hoffe darauf, den Briten vom 17. Mai an wieder Urlaub im Ausland erlauben zu können, sagte Johnson.