Der Kampf ums Gendersternchen
In Deutschland gibt es eine neue, alarmierende Lust an der Bevormundung. Wer nicht richtig gendert, gehört schnell zu den Bösen. Der Germanist Rainer Moritz erklärt, warum es trotzdem Hoffnung gibt, dass der Genderstern irgendwann von sich aus verglüht.
Als es auf mein Germanistikexamen zuging, flüchtete ich mich vor der modernen Linguistik aufs weniger einsturzgefährdete Terrain der historischen Sprachwissenschaft. Zu meinen Prüfungsschwerpunkten wurden Themen, die meine Kommilitonen eher mit einem müden Lächeln quittierten: „D