HINTERGRUND

Darum geht’s in der neuen Serie Ein Verein, der sich einsetzt Hier finden Betroffene Hilfe

von Redaktion

ICD-10 F32.1: Das ist die medizinische Kennziffer für die mittelgradige Depression. In „The Mopes“ wird aus der Kennziffer eine reale Person: „Monika“. Nora Tschirner verkörpert die Depression, eine Erkrankung, die man normalerweise nicht sieht. Der Musiker Mat (Roel Dirven) schon, als einziger sieht, hört und fühlt er sie. Und der Zuschauer, der einen Einblick in das Seelenleben beider bekommt, denn: Die Geschichte wird auch aus der Sicht der Depression erzählt.

Die sechsteilige Serie „The Mopes“, die immer dienstags um 20.15 Uhr auf TNT Comedy, einem Bezahlsender, zu sehen ist, ist der ungewöhnliche und sehr gelungene Versuch, der nach außen hin unsichtbaren Krankheit ein Gesicht zu geben. Mit einer Prise Humor, die gut tut. Autorin Ipek Zübert hat eine pfiffige und feinfühlige Geschichte geschrieben. Das Kunstwort lautet „Dramedy“. Ja, es gibt bei „The Mopes“ Momente, bei denen der Zuschauer schmunzelt, vielleicht sogar lacht. Das darf er ruhig, ohne schlechtes Gewissen. Ebenso wie das Nachdenken über das Thema psychische Gesundheit. Die Serie unterhält und klärt auf – in bestem Kino-Format mit durchweg prima Schauspielern (gilt auch für Nebenrollen wie Kathrin Angerer als Panikstörung). Die Depression im Rampenlicht: absolut sehenswert!  rm

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. ist eine bundesweit aktive Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen. Sie ist eine reine Betroffenenorganisation, deren Mitglieder entweder selbst von der Krankheit Depression betroffen oder Angehörige sind. Der Vorstand und die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich an ihren Zielen Aufklärung und Entstigmatisierung, an Angeboten der Hilfe und Selbsthilfe für Betroffene und an der Vertretung der Interessen Depressiver gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit. Schirmherr ist der Komiker Torsten Sträter. Die Internetseite lautet: www.depressionsliga.de

Gebührenfreie Notfallnummer bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen: (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222. Krisendienste Bayern (Hilfe bei psychischen Krisen): (0800) 655 3000. Internet: www.krisendienste.bayern

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