Die Ludwigstraße soll zur Partymeile werden, um Exzesse auf der Türkenstraße zu bremsen. Für den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ist der Beschluss des Münchner Stadtrats allerdings „ein falsches Signal“. Es würden „freie, unkontrollierbare Bereiche einfach so geöffnet“, sagt Christian Schottenhamel, Chef der Dehoga in München. Außerdem öffne man „der Schwarz-Gastronomie und weiteren Virus-Verbreitung Tür und Tor“. Bars, Diskotheken und Clubs hätten hingegen sichere Konzepte entwickelt. „Viele der Kollegen haben extra Teststationen für die Gäste eingerichtet, Apps zur Registrierung entwickelt und Lüftungsanlagen eingebaut“, sagt Schottenhamel. Die Clubs stünden in den Startlöchern zur Öffnung. „Wir fragen uns, warum wir permanent im Dialog mit Entscheidungsträgern sind und dann solche Beschlüsse innerhalb von wenigen Stunden durchgeboxt werden.“ Die Dehoga befürchtet durch die Feiermeile „die vermehrte Vermüllung der Straßen“ und weiterhin ein hohes Polizeiaufgebot. kab