Kies, Zement, Beton – eine kleine Gesteinskunde

von Redaktion

Kies ist Gestein, das auf natürlichem Wege – durch Verwitterung, Wasser und Gletscher – zerkleinert und gerundet wurde. Bei Korngrößen von zwei Millimeter bis 6,3 Zentimeter spricht man von Kies, bei Korngrößen unter zwei Millimeter von Sand, bei noch kleineren Korngrößen von Ton oder Mergel. Splitt ist Gestein, das künstlich auf Korngrößen von zwei bis 32 Millimeter gebrochen wurde. Kies oder Splitt werden mit Sand, Wasser und Zement zu Beton vermischt. Zement wiederum besteht unter anderem aus Ton sowie fein zermahlenem und gebranntem kalkhaltigen Gestein. Gerade beim Brennen des Kalks wird besonders viel CO2 freigesetzt. Im Straßenbau werden Kies oder Splitt zusammen mit Bitumen zu Asphalt verarbeitet. Beton besteht zu zwei Dritteln aus Kies. Deshalb wird er, wenn möglich, gleich neben den Kiesgruben hergestellt, der Zement wird herangefahren. Rund 150 Millionen Tonnen Kies wurden im Jahr 2018 in Deutschland laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in der Baustoffindustrie und im Straßenbau verwendet. Angesichts des steigenden Betonbedarfs weltweit ist die Zementindustrie einer der größten CO2-Emittenten. Sie ist für bis zu zehn Prozent aller Treibhausgasemmissionen verantwortlich.

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