Für Gottesdienstbesuche gibt es nun doch keine verschärften Regeln. In der Vorlage für die Gespräche von Bund und Ländern am Dienstag war noch vermerkt, dass Ungeimpfte beim Besuch von Gottesdiensten negative Corona-Tests vorlegen sollten. Die Runde einigte sich aber darauf, diesen Passus zu streichen. Denn bislang reichte selbst bei hohen Inzidenzzahlen die Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie das Tragen eines Mund- Nasen-Schutzes.
Der Vertreter der katholischen Bischofskonferenz in Berlin, Karl Jüsten, hatte schon im Vorfeld betont, durch die strengen Hygienemaßnahmen bei Gottesdiensten sei es zu keinem großen Infektionsgeschehen bei den beiden großen Kirchen gekommen. Zugleich verwies Jüsten auf den „hohen Wert der verfassungsrechtlich geschützten Religionsfreiheit“.
Pfarrer Bernhard Rümmler vom Pfarrverband Karlsfeld (Kreis Dachau) sagte, eine Testpflicht bei Gottesdiensten würde viele Probleme nach sich ziehen. „Das würde für Unmut sorgen und wir würden Leute verlieren.“ Vereinzelt Schnelltests vorzuhalten, sei der Pfarrei zwar möglich, „Tests für alle vor den Gottesdiensten anzubieten, wäre logistisch aber schwierig“. Sollte sich die Infektionslage verschlechtern, kann sich Rümmler auch vorstellen, Ungeimpften die heilige Kommunion bei schönem Wetter ins Freie zu bringen. epd/roy