München – René Benko ist auch in der bayerischen Landeshauptstadt präsent – mal sichtbar, mal weniger sichtbar. Prominent sind etwa die Kaufhäuser von „Galeria Karstadt Kaufhof“ – zumindest waren sie das: Denn die Zahl der Kaufhäuser schrumpft.
In München trift die jüngste Schließungswelle von „Galeria Karstadt Kaufhof“ wie berichtet das Galeria-Haus am Stachus sowie die Karstadt-Fi-lialen am Nordbad und im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). Das Haus am Stachus konnte in letzter Minute gerettet werden – zumindest soll es bis Ende 2022 geöffnet bleiben. Der „Karstadt Sports“ an der Neuhauser Straße in der Fußgängerzone ist ebenfalls geschlossen.
Damit bleiben in München noch sechs Filialen des Warenhaus-Konzerns übrig: Die Innenstadt-Filialen am Marienplatz, am Stachus sowie die Häuser am Rotkreuzplatz, an der Münchner Freiheit und der Kaufhof im OEZ. Die prominente Karstadt-Filiale am Hauptbahnhof wird umgebaut, sie soll in abgespeckter Form weiterexistieren.
Weniger offensichtlich ist, dass Benko in den vergangenen Jahren über den Immobilien-Zweig der Signa-Gruppe etliche Häuser verwaltet – das gilt auch für die Häuser von „Galeria Karstadt Kaufhof“. Ein Beispiel: Trotz Schließung bleibt beispielsweise die Immobilie von Karstadt Sports in der Hand von Benkos Signa-Konzern.
Daneben hat sich Benko über die Jahre weitere besondere Immobilien-Perlen in München einverleibt: Im Herbst 2020 wurde bekannt, dass das Tradtionskaufhaus Kaut-Bullinger an der Rosenstraße an Benkos Signa gehen soll. In München ist bereits von einer „Benko-Meile“ zwischen Hauptbahnhof und Viktualienmarkt die Rede.
Bereits Ende 2013 hatte Signa vom Freistaat die „Alte Akademie“ an der Fußgängerzone für 240 Millionen Euro im Rahmen einer 65-jährigen Erbbaurechtsvergabe gekauft. Auch das Premium-Kaufhaus Oberpollinger gehört zum Benko-Imperium. Am italienischen Lebensmittelhändler „Eataly“ in der zuvor von Pleiten gebeutelten „Schrannenhalle“ am Viktualienmarkt ist die Signa-Gruppe ebenfalls beteiligt.
Welche weiteren Immobilien in München im Besitz des Signa-Konzerns sind, wollte ein Sprecher auf Anfrage nicht mitteilen. mm