Aufstieg eines Rebells

von Redaktion

Kevin Kühnert, 32, war ein prominentes Thema im Unions-Wahlkampf: Immer wieder wurde er im selben Atemzug mit SPD-Parteichefin Saskia Esken genannt: Kühnert und Esken, das versteckte linke Team der SPD, die Schreckgespenster der Konservativen. Kühnert ist aber nicht nur mit der Union im Zwist – als er noch Juso-Chef war, galt er auch als Rebell der eigenen Partei. Oft attackierte er die damaligen Parteichefs Martin Schulz und Andrea Nahles. Kritiker werfen ihm vor, keinen Studienabschluss zu haben – seinen Jusos war das egal, sie haben ihn als Hoffnungsträger gefeiert. Heute ist er weniger Rebell und vielmehr fester Teil der Parteispitze – bei den Koalitionsgesprächen leitet der SPD-Vize den Bereich Wohnen und Bauen. Seine Macht dürfte bald noch größer werden: Sein Fanclub, die Jusos, macht fast ein Viertel der Fraktion aus. kab

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