Mit Angela Merkel verbindet Katrin Göring-Eckardt nicht nur, in der DDR groß geworden zu sein. Tatsächlich war es Merkel, die Göring-Eckardt per SMS bat, auch nach der Abwahl von Rot-Grün 2005 in der Politik zu bleiben, als diese bereits andere Pläne hatte. Eine gewisse Nähe zur Union hat die 55-Jährige, die als Realo gilt, schon lange: In den 90ern war Göring-Eckardt Mitglied der „Pizza-Connection“, zu der sich Grüne und Unions-Abgeordnete in einer Bonner Pizzeria trafen. Auch mit „Obermachos“ wie Gerhard Schröder (SPD) könne sie gut umgehen, sagt die Grüne von sich selbst. Vermutlich ist sie wegen ihrer ausgleichenden Art immer wieder als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt im Gespräch. Als besonnene und dennoch zähe Verhandlerin gilt die Thüringerin, die sich als „fromm“ bezeichnet und Präses der Synode der Evangelischen Kirche war. hgy