IN KÜRZE

München: Zunächst kein Inzidenz-Hotspot Bald nur noch 2G im Einzelhandel?  Ausgangssperre für Ungeimpfte Inzidenz in Österreich deutlich gesunken

von Redaktion

In München ist der Inzidenzwert seit Freitag wieder leicht gesunken. Der Grund: Beim Gesundheitsreferat der Stadt waren über Wochen zu niedrige Zahlen gemeldet worden, weil die Mitarbeiter nicht mehr mit dem Zählen nachkamen. Das Personal wurde aufgestockt, die Bundeswehr kam zu Hilfe und in der vergangenen Woche wurden die liegen gebliebenen Fälle gemeldet, der Wert stieg sprunghaft an. „Wir sind jetzt auf dem aktuellen Stand“, sagt ein Sprecher des Gesundheitsreferats. Aufgrund der Sieben-Tage-Systematik bei der Berechnung werde es „noch einige Tage dauern, bis die Nachholeffekte aus der Statistik verschwunden sind.“  mk

Angesichts der Corona-Lage werden Ungeimpfte deutschlandweit Stück für Stück ausgesperrt. In Berlin hat sich der Senat gestern darauf verständigt, die 2G-Regel nahezu auf alle Geschäfte auszuweiten. Ausnahmen gibt es für Ungeimpfte dann nur noch für die Grundversorgung – zum Beispiel Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Zudem sollen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Berlin,wo bereits 2G gilt, eine Masken- oder Testpflicht (2G plus) hinzukommen. Geplant ist demnach, überall da, wo im Moment 2G (geimpft oder genesen) greift, also etwa im Kultur- und Freizeitbereich, eine Maskenpflicht. Dort, wo das nicht möglich ist, etwa in der Gastronomie, sollen alternativ ein Negativ-Test und Abstandsregeln greifen.

Auch Brandenburg und Baden-Württemberg wollen in diese Richtung nachlegen – so wie in Berlin mit Ausnahme der Grundversorgung. In Baden-Württemberg soll die 2G-Regel ab heute im Einzelhandel und auf Märkten in Hotspot-Regionen gelten, wobei bereits mehr als die Hälfte aller Kreise als Hotspot gilt.

In Thüringen soll es, zunächst bis 21. Dezember, nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens geben. Das beschloss das Kabinett gestern. Zudem gilt im Einzelhandel, in der Gastronomie, bei öffentlichen Veranstaltungen und in Museen 2G. Messen und Ausstellungen finden vorerst nicht statt. Auch Diskotheken, Clubs, Bars und Schwimmbäder bleiben zu.

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Österreich ist zum ersten Mal seit zwei Wochen unter die Marke von 10 000 Fällen gesunken. Nach Angaben der Behörden vom Dienstag wurden binnen 24 Stunden 9513 Fälle verzeichnet. Zuletzt waren bis zu rund 16 000 Neuinfektionen registriert worden. Trotz des Rückgangs stieg die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken weiter an. Seit Beginn des Monats gelten in Österreich die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die 2G-Regel im Alltag. Seit Montag gilt ein Lockdown für alle, der vorerst bis 13. Dezember begrenzt ist.

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