IN KÜRZE

Weniger Infektionen in Österreich Münchner Kliniken planen Verlegungen Bald nur noch 2G im Einzelhandel?

von Redaktion

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Österreich ist zum ersten Mal seit zwei Wochen unter die Marke von 10 000 Fällen gesunken. Nach Behördenangaben vom Dienstag wurden binnen 24 Stunden 9513 Fälle verzeichnet. Zuletzt waren bis zu 16 000 Neuinfektionen registriert worden. Trotz des Rückgangs stieg die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken weiter an. Seit Beginn des Monats gelten in Österreich die 3G-Regel am Arbeitsplatz und 2G im Alltag. Seit Montag gilt ein Lockdown für alle, vorerst bis 13. Dezember.

Auf den Münchner Intensivstationen spitzt sich die Lage weiter zu. Kliniken bereiten sich darauf vor, Patienten in Krankenhäuser außerhalb Oberbayerns zu verlegen. Nach Informationen unserer Zeitung prüfen Münchner Intensivmediziner bereits konkret, welche Patienten dafür infrage kommen. Im Fokus: beatmete Corona-Patienten in stabilem Zustand. Die ersten Transporte könnten am Wochenende erfolgen. Man müsse alle Register ziehen, um Triage-Entscheidungen zu vermeiden, sagten die Münchner Krankenhaus-Koordinatoren Viktoria Bogner-Flatz und Dominik Hinzmann unserer Zeitung. „Triage darf gerade in einem so leistungsstarken Gesundheitssystem wie dem deutschen nur das allerletzte Mittel sein.“

Der Inzidenzwert in München ist derweil wieder leicht gesunken. Der Grund: Beim Gesundheitsreferat der Stadt waren über Wochen zu niedrige Zahlen gemeldet worden, weil man nicht mehr mit dem Zählen nachkam. Mit zusätzlichem Personal und Hilfe der Bundeswehr wurden die liegen gebliebenen Fälle in der vergangenen Woche gemeldet, der Wert stieg sprunghaft. Laut einem Sprecher des Gesundheitsreferats sei man wieder auf aktuellem Stand, es werde aufgrund der Sieben-Tage-Systematik der Berechnung „noch einige Tage dauern, bis die Nachholeffekte aus der Statistik verschwunden sind.“  bez/mk

Ungeimpfte werden deutschlandweit Stück für Stück ausgesperrt. In Berlin hat sich der Senat gestern angesichts der Corona-Lage darauf verständigt, die 2G-Regel nahezu auf alle Geschäfte auszuweiten. Ausnahmen gibt es für Ungeimpfte dann nur für die Grundversorgung in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken. Zudem sollen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens,w o bereits 2G gilt, eine Masken-pflicht hinzukommen, also etwa im Kultur- und Freizeitbereich. Wo das nicht möglich ist, etwa in der Gastronomie, sollen ein Negativ-Test und Abstandsregeln greifen. In Baden-Württemberg soll die 2G-Regel ab heute im Einzelhandel und auf Märkten in Hotspot-Regionen gelten. In Thüringen soll es bis 21. Dezember nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte geben. Das beschloss das Kabinett gestern. Zudem gilt in Einzelhandel, Museen, Gastronomie und bei Veranstaltungen 2G. Clubs, Bars und Schwimmbäder bleiben zu.

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