Wegen des hohen Bedarfs an Impfstoffen hat die EU mehr als 200 Millionen zusätzliche Impfdosen von den Herstellern Biontech/Pfizer für 2022 bestellt. Die Impfstoffmenge komme zu den bereits georderten 450 Millionen Dosen hinzu, die im kommenden Jahr planmäßig ausgeliefert werden sollen, erklärten die Unternehmen. Mit der weiteren Bestellung erhöht sich die Gesamtanzahl der Impfstoffdosen für die EU im Jahr 2022 auf über 650 Millionen. Die Bestellung würde auch potenzielle Impfstoffe einschließen, die an die Omikron-Variante angepasst sind, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.
Die EU will auf Gesundheitskrisen wie die Corona-Pandemie schlagkräftiger reagieren können. Dazu verständigten sich die EU-Staaten auf ein Gesetz, das im Krisenfall den einfacheren Kauf von Impfstoff, Medizinprodukten und Medikamenten für alle Mitgliedstaaten ermöglichen soll. Zudem sollen Produktionskapazitäten überwacht und kurzfristig hochgefahren werden können. Ein Großteil dieser Aufgaben dürfte von der neuen EU-Behörde Hera zur Vorsorge von Gesundheitskrisen übernommen werden.
Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Bernd Grimmer ist an Covid-19 gestorben. Seine Frau bestätigte den Tod. Der Politiker wurde 71 Jahre alt. In den vergangenen Monaten hatte er die Corona-Eindämmungsmaßnahmen der Regierung wiederholt scharf kritisiert. Im September schrieb er auf seiner Facebook-Seite, das „Corona-Regime“ könne „nur noch als krank bezeichnet“ werden. Er beklagte „Alarmismus“ und „Panikmache“.
Die SPD im Landtag fordert, dass die Drittimpfung im Freistaat früher erlaubt wird. „Die Auffrischungsimpfung ist derzeit unsere beste Waffe gegen die gefährliche Omikron-Variante. Wir brauchen den Booster nach drei Monaten“, sagte Fraktionsvorsitzender Florian von Brunn. In Berlin ist die Booster-Impfung bereits drei Monate nach der zweiten Impfung zugelassen. In Bayern muss man bisher mindestens fünf Monate warten.
Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums verwies darauf, dass SPD-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bundesländer gebeten habe, bei diesem Thema eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission abzuwarten. „Weniger sinnvoll ist es, wenn die Bayern-SPD den Kurs ihres eigenen Bundesministers torpediert.“