Noch eine Variante

von Redaktion

Zwölf Fälle in Frankreich nachgewiesen

München – Nach Omikron folgt offenbar schon eine neue Corona-Variante, die Wissenschaftler in Frankreich bereits in zwölf Fällen nachgewiesen haben. Die Datenlage ist jedoch noch knapp. Die bisher unbekannte Variante trägt die vorläufige Bezeichnung B.1.640.2.

Forscher des IHU Mediterranee Infection in Marseille hatten die Mutation bereits Anfang Dezember entdeckt und am 29. Dezember in einer Preprint-Studie weiter darüber berichtet. Dabei handelt es sich um eine noch nicht von anderen Experten geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichung. Ausgegangen sein sollen die Infektionsketten von einem Mann. Er ist geimpft, lebt in einer Kleinstadt im Südosten Frankreichs und soll wenige Tage zuvor aus Kamerun nach Frankreich eingereist sein. Schwer erkrankt war er nicht, er soll „leichte Atemwegssymptome“ gezeigt haben.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) äußerte sich gegenüber unserer Zeitung zurückhaltend zu der neuen Variante. „Wir wissen noch zu wenig, um etwas Brauchbares sagen zu können. Aber ich bin bereits mit Spezialisten im Austausch.“

Bei der neuen Kamerun-Variante sprechen Experten von einer „atypischen Kombination“ von Mutationen. Demnach konnten 46 Mutationen in der Variante identifiziert werden und damit offenbar neun mehr als bei Omikron. In der neuen Vari-ante sind die bereits bekannten Mutationen N501Y und E484K enthalten. N501Y bindet sich laut Experten leichter an menschliche Zellen und sorgt so für eine schnellere Ausbreitung.

MAXIMILIAN KETTENBACH

Artikel 2 von 5