Für die Familie

von Redaktion

Acht Angehörige nach Ebersberg geholt

Acht Familienangehörige aus der Ukraine haben die Budnichenkos aus Ebersberg zu sich geholt. Ein Teil der Familie war im Urlaub, als daheim die Russen einmarschierten und flog statt zurück in die Heimat nach München. Die anderen hatten die Katastrophe kommen sehen und als eine der ersten die Grenze zu Polen passiert. Nun kochen sie gemeinsam daheim und freuen sich über große Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft. Mit Brettspielen und Spaziergängen lenken sie die Kinder Alisa (10), Roman (6) und Nikita (9) von der ernsten Lage in der Heimat ab.

Doch immer wieder vibrieren die Handys der Familie: Mal folgen Jubelschreie, wenn sich ein Angehöriger in Sicherheit bringen konnte, mal fließen Tränen, wenn ein Ort unter russische Kontrolle gerät. „Die Leute sind verloren“, sagt Alla Budnichenko über die Menschen in ihrer alten Heimat. Per Smartphone versucht sie, möglichst viele in den Westen zu lotsen. Gleichzeitig bangt sie um ihre Eltern, die nicht fliehen wollten und es jetzt nicht mehr können. Und um ihren Bruder, der in der Armee kämpft. „Wir müssen jetzt einfach zusammenhalten“, sagt die 39-Jährige. JOSEF AMETSBICHLER

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