Für Flüchtlinge aus der Ukraine fahren nun Pendelzüge zwischen Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze und Berlin. Seit gestern fahren die zusätzlich eigens eingesetzten Pendelzüge sechs Mal täglich zwischen beiden Städten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. „Die eingesetzten Züge können insgesamt rund 5000 Reisende aufnehmen. Damit verdoppelt die DB das Angebot zwischen der polnischen Grenze und Berlin.“ Insgesamt können Flüchtlinge laut Bahn in rund 40 internationalen Fernzügen über Polen, Österreich und Tschechien nach Deutschland einreisen. Bis München reicht der ukrainische Pass oder Personalausweis. Für die Weiterreise können Flüchtlinge den Gratisfahrschein „help-ukraine“-Ticket erhalten.
Wie die Ukraine und Georgien will nun auch die Republik Moldau die EU-Mitgliedschaft beantragen. Das bestätigte ein hoher EU-Beamter. Demnach erwartet die Europäische Union das offizielle Ersuchen Moldaus – umgangssprachlich auch Moldawien genannt – bis Ende der Woche. Georgien hat gestern bereits offiziell seinen Antrag eingereicht. „Wir beantragen heute die EU-Mitgliedschaft“, erklärte Regierungschef Irakli Garibaschwili nach der Unterzeichnung. Georgien sei ein „europäischer Staat“.
Die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt BBC hat angesichts russischer Angriffe auf digitale Infrastruktur in der Ukraine zwei Kurzwellen-Frequenzen für den BBC World Service reaktiviert. Das Radio-Programm werde für vier Stunden täglich in der Ukraine verfügbar sein, teilte die BBC mit.
Fast jeder dritte Deutsche will einer Umfrage zufolge wegen des Kriegs für die Menschen in der Ukraine spenden. Spendenwillig zeigten sich 30 Prozent der von YouGov befragten Menschen, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. 13 Prozent der Befragten gaben an, bereits Geld oder andere Dinge für die Ukraine gespendet zu haben.
Nach der Sperrung durch die russischen Behörden hat der unabhängige Radiosender Echo Moskwy (Moskauer Echo) seine Auflösung bekannt gegeben. „Der Verwaltungsrat hat mehrheitlich entschieden, den Radiosender und die Website aufzulösen“, erklärte Chef- redakteur Alexej Wenediktow. Die Behörden hatten den Sender wegen dessen Berichterstattung über die Invasion in der Ukraine mit einem Sendeverbot belegt. Echo Moskwy kündigte allerdings an, weiterhin Inhalte auf Youtube und in Onlinenetzwerken veröffentlichen zu wollen. Der Sender ist mehrheitlich im Besitz des Gaskonzerns Gazprom. Echo Moskwy war einer der wenigen Sender, auf denen sich auch Oppositionelle äußern konnten.