POLT IN ZITATEN

von Redaktion

Engstirnigkeit und Intoleranz bis zum offenen Rassismus entlarvt Gerhard Polt, indem er seine Bühnenfiguren frei drauflosschwadronieren lässt. Eine Sammlung von Sprüchen …

… über Geschichte

„I muss ehrlich sagen, ich hab nicht gewusst, wie weit Geschichte zurückgeht. Ich hab immer gedacht, irgendwann hörts’ auf. Dawei geht des noch vui weida zurück – brutal! Weil vor diese Römer hat’s ja auch schon irgendwelche Grattler gegeben. Die ham Höhlen beschmiert und lauter so Blödsinn.“

… über Autohändler und die Justiz

„Herr Richter, das darf doch nicht die Wahrheit sein, dass ein Mensch, der mit Anstand und Würde durchs Leben geht und seine Steuern zahlt – dass dem mit einem Leasingvertrag die Luft abgeschnürt wird? Dann sagt dieser Richter: Doch, das geht.“

… über Toleranz

• „Ich bin tolerant. Ich grüße diesen Böhm seit über 40 Jahren, obwohl er mein Nachbar ist.“ • „Also dass die derart nachtragend ist – das verzeih ich ihr nie!“

… über Lokalpolitik

„Des war eine Gemeinderatssitzung wia sonst a. Ohne besondere Vorkommnisse. Vielleicht a bissl feicht is herganga. I glab, deren 80 Hoibe Bier san glaffa – und 100 Obstler. Aber mia ham auch diesmal wieder einstimmige Abstimmungsergebnisse erzielt.“

… über Behörden

„Stell da vor, du wuist a Heisl baun. Wo gehst hi? Ja, ins Bauamt. Und wer hockt drin? Ja genau, a Gschwoischädl. Obwohl, ned oana, es san zwoa. Aber da andere is ja auf Kur. Und was macht da Gschwoischädl? Natürlich, der wui des verhindern.“

… über die Wiesn

• „Mia ham gsagt: Warum nicht? Geh ha ma hoid a moi wieda aufs Oktoberfest, weil wir waren jetzt fast a Jahr lang scho nimmer. Und mia hom gsagt, mia nehma koane Frauen mit, weil – ääh – mia woin a Gaudi hom.“ • „Der Adi hat ned zuagschlogn. Des kon i beschwören. Der Adi hat dem Zwetschgenmanderl den Masskrug lediglich leicht am Schädel aufgsetzt. Und überhaupt: Wer so gstudiert is wia der, der muss so vui Hirn hom, dass er mit so einem Kopf, der nix aushoit, ned aufs Oktoberfest geht.“

… über Demokratie in Bayern

„The upper always beats the under.“ (Der Ober sticht immer den Unter).

… über die Wehrpflicht

„Sicher, i hätt a an Zivi macha keena. Aber i hob gsogt, des kimmt ja für mi gar ned infrage. Bevor i irgendoam, den i ned kenn, an Arsch ausputz, daschiaß i eam liaba.“

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