Die genauen Zahlen über Hochzeiten im Freistaat liegen nur für die ersten drei Monate vor. Nach den vorläufigen Zahlen des bayerischen Landesamtes für Statistik wurden im Januar 1336 Ehen geschlossen – 51 mehr als im Januar 2021. Im Februar lag die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat schon mehr als doppelt so hoch bei 3830 Hochzeiten – was aber vor allem dem Datum 22.2.2022 geschuldet sein dürfte. Schnapszahlen sind bei Hochzeitspaaren besonders beliebt. Im März wurde 2582 Mal im Freistaat geheiratet, das ist ein Plus von 102 Hochzeiten. Den Rekord der vergangenen zehn Jahre mit den meisten Eheschließungen im Freistaat hält das Jahr 2018 mit insgesamt 72 798 Hochzeiten.
Beliebter Sommer
2021 waren in Bayern die Männer im Durchschnitt bei der Eheschließung 37,9 Jahre und die Frauen 35,2 Jahre alt. Geheiratet wird auch im Freistaat vor allem im Sommer. Der beliebteste Hochzeitsmonat war 2021 der Juli, im Jahr 2020 war es der August.
Manchmal dauert es
Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Druckdienstleisters „Kartenmacherei“ traten 39 Prozent der Befragten nach vier bis sieben Jahren vor den Traualtar. Weitere 24 Prozent warteten acht bis 15 Jahre und ein Prozent lässt sich sogar mehr als 15 Jahre Zeit. Oft geht es auch sehr schnell: Nach ein bis drei Jahren heirateten 33 Prozent der Befragten.
Mehr Frauen fragen
Der Heiratsantrag ist dabei noch immer klar Männersache. Bei 83 Prozent der Paare machte der Mann der Umfrage zufolge den Antrag und nur bei fünf Prozent waren es die Frauen. Allerdings ist hier die Tendenz steigend, die Frauen nehmen also immer öfter das Heft des Handelns in die Hand. Zwölf Prozent der Ehen wurden ohne traditionellen Antrag geschlossen. Weil es zu Hause am schönsten ist, werden 37 Prozent aller Heiratsanträge in den trauten vier Wänden gemacht. 19 Prozent stellen die große Frage beim Spazierengehen oder Wandern und 28 Prozent nutzen den Urlaub für den Kniefall.
So wird gefeiert
21 Prozent gaben in der Umfrage an, bis zu 100 Gäste zu ihrer großen Hochzeitsfeier eingeladen zu haben, bei 19 Prozent waren es bis zu 75 Gäste, zwölf Prozent feierten mit bis zu 150 Gästen. Das spiegelt sich in den Kosten wider.
Schön, aber teuer
Für den schönsten Tag des Lebens investierten 20 Prozent der Befragten bis zu 10 000 Euro, 26 Prozent bezifferten ihre Kosten auf bis zu 15 000 Euro.
Nicht in Weiß als Gast
Den größten Fehler, den man als Gast machen kann, ist der Umfrage zufolge, in Weiß zu erscheinen. 67 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen erklärten das zum absoluten Tabu. Die naheliegende Begründung: Weiß, das ist am Tag der Hochzeit die Farbe des Brautpaares. oss