Drei der acht Terroristen überlebten das Feuergefecht auf dem Fliegerhorst in der Nacht vom 5./6. September. Doch die durch die Entführung der Lufthansa-Maschine freigepressten Mohamed El Safadi, Jamal Al-Gashey und Adnan Al-Gashey (die Schreibweisen variieren) waren nicht die Rädelsführer des Überfalls auf die israelische Olympia-Mannschaft. Der Anführer der Terroristen, Luttfif Afif, auffällig durch seinen markanten weißen Schlapphut, war in Fürstenfeldbruck ums Leben gekommen. Als Urheber des Anschlags gilt ein Palästinenser namens Abu Daoud, Mitglied der von Jassir Arafat geführten Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und Vertrauter von Abu Ijad, der als Gründer der Terrorgruppe Schwarzer September angesehen wird. Daoud war, wie 2012 bekannt wurde, in den Wochen vor dem Attentat von dem deutschen Neonazi Willi Voss zu verschiedenen europäischen Großstädten chauffiert worden, um zum Beispiel die Waffen zu besorgen. In Paris sollen sie auch erstmals Afif getroffen haben. Die anderen Mitglieder der Terrorgruppe reisten erst einige Tage vorher nach Europa und kamen über Italien nach München. Daoud starb 2010, Voss lebt noch. Während Adnan Al-Gashey später durch den Mossad getötet wurde, sind die beiden anderen Attentäter von München noch am Leben. Beide traten kürzlich (gegen Bezahlung) in einer ARD-Dokumentation auf.