„Die NFL gibt München eine Bühne“

von Redaktion

7 FRAGEN AN

Am Wochenende wird das Münchner Hofbräuhaus beim Gastspiel der NFL in München zum offiziellen Hauptquartier der Tampa Bay Buccaneers. Wirt Wolfgang Sperger (53) erklärt, was seine Gäste erwartet.

Herr Sperger, sind Sie Football-Fan?

In Sachen Football bin ich noch Anfänger. Ich habe mir zur Vorbereitung einige Spiele angeschaut, weil ich mir das mal aneignen wollte. Ich muss gestehen, ich verstehe die Regeln noch nicht. Aber nach meinen ersten Eindrücken ist klar: Das ist ein schönes Spiel.

Wie wird die große Fan-Party im Hofbräuhaus am Wochenende ablaufen?

Wir haben mit den Tampa Bay Buccaneers das Hofbräuhaus umdekoriert. Es ist ein Mix aus bayerischer Wirtshauskultur und Flaggezeigen für das Football-Team. Am Wochenende sind die Cheerleader da, es kommen verschiedene Spieler und es wird einige Überraschungen geben. Dazu übertragen wir natürlich das Spiel. Wir wollen einfach gute Gastgeber für die Amerikaner sein.

Jeder kann kommen?

Reservieren kann natürlich nicht schaden, aber es kann jeder vorbeikommen.

Gibt’s dann Chicken Wings und American Barbecue statt Schweinsbraten im Hofbräuhaus?

Nein, so weit gehen wir nicht. Unsere bayerische Karte bleibt, wir wollen uns schon treu bleiben. Aber ich finde, das passt super zusammen. Die Fan-Kultur der NFL ist sehr verspielt, viel Singen, viel Tanzen. Die Cheerleader zum Beispiel gehen unserer Fußball-Bundesliga noch ab.

American Football wird in Deutschland immer beliebter. Spüren Sie das in den Vorbereitungen?

Man sieht das ja allein an der Nachfrage für die Karten. Bei uns im Hofbräuhaus läuft das aber mit bayerischer Gelassenheit ab – auch wenn schon einige Anrufe für Reservierungen kamen.

Wie viele Football-Fans erwarten Sie?

Das wird die große Überraschung – wir wissen es nicht. Aber durch den aktuellen Dollarkurs sind schon den ganzen Sommer über viele Amerikaner in der Stadt. Deswegen glaube ich, dass die Nachfrage gut sein wird.

Wie profitiert die Stadt München von so einem Event?

Ich finde es gut, dass die NFL München so eine Bühne gibt. Denn die Medienpräsenz auch in den USA ist enorm. Ich kann mir gut vorstellen, dass da der ein oder andere Amerikaner sagt: Komm, lass uns doch mal nach München fahren.

Interview: Dominik Göttler

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