Zu alt fürs Weiße Haus? US-Amerikaner sind geteilter Meinung

von Redaktion

Es ist nicht das erste Mal, dass die Amerikaner über das Alter ihres Präsidenten diskutieren. Als Ronald Reagan 1984 mit 73 Jahren zur Wiederwahl antrat, wurde in den Medien nach einem wackeligen TV-Auftritt geraunt, Reagan habe nicht mehr alle Tassen im Schrank. Doch mit einem Witz wischte Reagan das Thema vom Tisch. Angesprochen auf die Altersfrage sagte der gelernte Schauspieler in einer TV-Debatte, er werde die „Jugend und Unerfahrenheit“ seines Konkurrenten Walter Mondale (56) nicht thematisieren. Reagan gewann die Wahl haushoch.

US-Amerikaner sind geteilter Meinung bei der Altersfrage. Bei einer „YouGovAmerica“-Umfrage sprachen sich in diesem Jahr 21 Prozent gegen Altersbegrenzungen für Politiker aus, 58 Prozent dafür: 14 Prozent wollten 60 Jahre als Höchstalter sehen, 23 Prozent 70, 13 Prozent 80, drei Prozent 90, fünf Prozent eine andere Altersgrenze. Jeder fünfte war sich nicht sicher. Junge Menschen befürworten Altersbegrenzungen eher. Am Wahltag zeigte sich jedoch, dass ältere Wähler eher wählen gehen. Das Durchschnittsalter im US-Senat liegt gegenwärtig bei etwa 64 Jahren; Mitglieder des Repräsentantenhauses sind ein paar Jahre jünger. Zum Vergleich: Abgeordnete des Deutschen Bundestags sind im Schnitt 47 Jahre alt.  epd

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