Eine genaue Zählung gibt es nicht, aber ungefähr 3000 Christkindl-, Advents- und Weihnachtsmärkte finden jedes Jahr in Deutschland statt. Die Tradition geht auf das Mittelalter zurück und hatte schon damals wenig mit Glauben und Besinnlichkeit zu tun. Vielmehr stand der Handel im Vordergrund. Denn die Märkte waren mittelalterliche Verkaufsmessen, auf denen sich die Bevölkerung für den Winter eindecken konnte. Seit dem 14. Jahrhundert durften dann nicht nur Lebensmittelhändler, sondern zum Beispiel auch Spielzeugmacher, Zuckerbäcker und Korbflechter ihre Waren feilbieten. Schon damals ein Renner: gebrannte Mandeln und geröstete Kastanien.