Haar – Für die Menschen im Seniorenheim ist die Pandemie noch nicht vorbei. Dort ist sie noch jeden Tag sichtbar. „Wir müssen noch immer Maske tragen, wenn wir unsere Zimmer verlassen“, berichtet Ingeborg Glupp. Die 90-Jährige lebt im Maria-Stadler-Haus in Haar. Manchmal, sagt sie, sehnt sie sich richtig danach, wieder angelächelt zu werden. „Ich habe in den vergangenen drei Jahren gelernt, das Lächeln in den Augen der Menschen zu sehen“, sagt sie. Von ihren Mitbewohnern weiß sie aber, dass viele die Masken auch tragen würden, wenn es keine Pflicht mehr gäbe. „Sie geben einigen ein Gefühl der Sicherheit vor allen Krankheiten.“
In einer Sache aber seien sich fast alle Senioren bei ihr im Heim einig, berichtet sie. „Wir vermissen die Besuche.“ Erlaubt sind sie zwar wieder, aber nur mit negativem Coronatest. Die Testmöglichkeiten sind aber weniger geworden. „Es kommen deutlich weniger Besucher als früher“, berichtet Glupp. Oft fühlt sich die 90-Jährige einsam, das sagt sie ganz offen. kwo