Ein Handschlag und eine Gegeneinladung

von Redaktion

China will Zusammenarbeit mit Russland ausweiten – Japans Ministerpräsident in Kiew

Moskau/Kiew – Im Zeichen des Ukraine-Kriegs rücken China und Russland enger zusammen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping traf am Dienstag im Kreml den russischen Präsidenten Wladimir Putin, um über den Krieg sowie den Ausbau der strategischen Partnerschaft zu sprechen. Putin und Xi Jingping begrüßten sich per Handschlag. Schon zuvor hatte Chinas mächtigster Mann den russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin sowie Putin zu einem Gegenbesuch in Peking eingeladen.

Bei dem Treffen im Kreml wurden zwei Abkommen zum Ausbau einer „allumfassenden Partnerschaft“ und „strategische Zusammenarbeit“ unterzeichnet. Putin sagte, die „wachsende Nachfrage“ Chinas nach Energie werde Russland befriedigen können. Xi nannte beide Staatem „große Nachbarmächte“. Laut Kreml stehen auch Fragen der militärisch-technischen Zusammenarbeit an. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte China erneut davor, Russland mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington spottete, Xi „und sein Regime plappern die russische Propaganda nach“. Wenn China im Konflikt eine konstruktive Rolle spielen wolle, dann sollte Xi Russland dazu drängen, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen. Putin sagte hingegen, Kiew habe keine „Bereitschaft“ zum Gespräch.

Xis Reise überschnitt sich mit der von Japans Ministerpräsident Fumio Kishida in die Ukraine. Kishida besuchte die Stadt Butscha bei Kiew und traf im weiteren Verlauf des Tages Präsident Wolodymyr Selenskyj in dessen offiziellem Büro. Kishida war der einzige unter den G7-Staats- und Regierungschefs, der Kiew bisher noch nicht besucht hatte.  mm/afp/dpa

Artikel 2 von 9