Das Märchen von der Frühlingsgöttin

von Redaktion

Rund um Ostern kursieren allerlei Mythen. So behaupteten die durch ihre Kinder-Märchen bekannten Brüder Grimm, das Fest gehe auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara zurück. „Das stimmt nicht, dafür gibt es keinen Beleg“, sagt Kulturwissenschaftlerin Annegret Braun. Zweifelhaft ist schon, ob es diese Göttin jemals gab. Braun: „Zieht man die Germanen heran, kommt man meistens auf die falsche Spur.“ Romantiker wie die Gebrüder Grimm hätten das Germanentum gepflegt und nach Gebräuchen gesucht, die schon die Germanen gefeiert haben sollen. Auch Volkskundler Helmut Groschwitz betont: „Das Osterfest hat ganz klar christliche Wurzeln.“ Hartnäckig hält sich auch die Anekdote, der Osterhase sei aus einem Backunfall entstanden. Ein Osterlamm habe sich im Ofen verformt und Hasengestalt angenommen. Auch das, so die Experten, sei wohl nur eine nette Geschichte.  wha

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