STIFTUNG WARENTEST

Testsieger für lokale Behandlung Die vorbeugende Behandlung Cortison nur kurzfristig anwenden Diese Mittel können Sie Kindern geben

von Redaktion

Die Stiftung Warentest hat für das aktuelle Heft 3/23 verschiedene, meist frei verkäufliche Heuschnupfen-Mittel getestet.

Sind vor allem Augen und Nase betroffen, können schon lokal angewendete Augentropfen und Nasensprays helfen. Die Stiftung Warentest empfiehlt, Produkte ohne Konservierungsmittel zu verwenden, da die Haltbarmacher auf Dauer den Schleimhäuten schaden können. Zu den besten und günstigsten Augentropfen mit Cromoglicinsäure im Test zählen Pollicrom (Ursapharm) und Cromo-Ratiopharm. Mit dem Inhaltsstoff Azelastin schnitten unter anderem Azela-Vision Sine (OmniVision) und Azedil (Dermapharm) am besten ab. Auch Livocab Direkt (Johnson & Johnson, Levocabastin) und Zaditen Ophtha (Thea Pharma, Ketotifen) konnten punkten. Auch die passenden Nasensprays wurden empfohlen.

Zur vorbeugenden Behandlung kann Cromoglicinsäure verwendet werden. Damit sollte rund ein bis zwei Wochen vor dem Pollenflug gestartet werden, damit sich die schützende Wirkung entfalten kann.

Sind bereits Symptome vorhanden, hilft Cromoglicinsäure nichts mehr. Dann sollte man zu akut helfenden Mitteln greifen. Hier gibt es ebenfalls Nasensprays und Augentropfen. Wenn diese nicht mehr wirken, können auch Tabletten helfen. Hier stehen die Wirkstoffe Cetirizin, Loratadin sowie Levocetirizin und Desloratadin rezeptfrei zur Verfügung. Laut Stiftung Warentest sind alle vier gleichermaßen gut. Am günstigsten ist der von vielen Herstellern verwendete Wirkstoff Cetirizin, ebenso wie Loratadin. Levocetirizin und Desloratadin sind erst seit Kürzerem frei verkäuflich.

Für Erwachsene werden rezeptfrei Nasensprays mit Cortison angeboten. Sie enthalten die Wirkstoffe Beclometason, Fluticason und Mometason. Doch sollten Cortison-Nasensprays nur kurzzeitig angewendet werden, da über ihre Langzeitwirkung wenig bekannt ist.

Vorweg: Kinder sollten nie behandelt werden ohne vorherige ärztliche Diagnose und Therapieempfehlung, schreiben die Tester. Für Kinder ab einem Jahr empfiehlt Stiftung Warentest den Wirkstoff Levocabastin. Diesen gibt es in Form von Spray oder Tropfen. Ab einem Alter von zwei Jahren kann Cetirizin in Form von Saft, Sirup oder Tropfen gegeben werden.  svs

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