Das Alter geht auch an den Augen nicht spurlos vorbei. Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zählt zu den häufigsten Erkrankungen. Doch es gibt noch weitere häufige Augenleiden, die – rechtzeitig erkannt – oft geheilt oder gut behandelt werden können:
Beim Grünen Star (Glaukom) schädigt ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv. Die Folge: Ausfälle im Gesichtsfeld. Früherkennung ist hier besonders wichtig.
Die natürliche Trübung der Linse (Grauer Star/Katarakt) ist ein schleichender Prozess. Farben verblassen, die Sehfähigkeit nimmt ab. Bei der Laserbehandlung kann eine trübe Linse gegen eine Kunstlinse getauscht werden.
Trockene Luft, eine verminderte Blinzelfrequenz bei der Arbeit am PC, auch Kontaktlinsen, Wind, UV-Strahlen oder Erkrankungen der Schilddrüse lösen Augentrockenheit aus. Die Folge: lästiges Jucken und Sandkorngefühl. Augentropfen- und salben, bestimmte Medikamente und Laserbehandlungen schaffen Abhilfe.
Keratokonjunktivitis epidemica ist eine häufige und extrem ansteckende Viruserkrankung mit Adenoviren, bei der sich Binde- und Hornhaut entzünden. Die Symptome ähneln einer Grippe mit Fieber und Kopfweh. Die Augen sind gerötet, geschwollen und tränen stark. Die Sehfähigkeit ist eingeschränkt. Nach einigen Wochen verschwindet die Infektion meist von selbst.
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus Typ 2 schädigt auf Dauer auch die sensiblen Nerven und Blutgefäße im Auge. Sie trifft speziell die Netzhaut (Retina) – daher der Name diabetische Retinopathie. Im Ernstfall führt sie zur Netzhautablösung – ein absoluter Notfall! Die diabetische Retinopathie ist die häufigste Ursache für Erblindung. Sie wird mit Laserbehandlungen, Medikamenten und einer konsequenten Behandlung des Diabetes therapiert.