Brauchen wir den Industriestrompreis?

von Redaktion

Nicht nur die Regierung ist sich uneins: Praktiker und Volkswirte argumentieren für und wider Subventionen

München – In der Ampel-Regierung gibt es eine leidenschaftliche Debatte um den Industriestrompreis. Während das grüne Wirtschaftsministerium von Robert Habeck energieintensive Großbetriebe bei den Kosten entlasten wollen, sperrt sich FDP-Finanzminister Christian Lindner gegen die Subventionen. Das Thema drängt, weil viele Betriebe ihre Existenz auf dem Spiel sehen. Denn der Ukraine-Krieg und der Wegfall von russischem Erdgas hat die Energiepreise in ungeahnte Höhen getrieben. Die Nachwehen sind noch heute spürbar und werden es eine Zeit bleiben. Doch während fossile Energien durch Knappheiten teuer sind und durch den steigenden CO2-Preis weiter teurer werden, ist Strom aus Wind und Sonne bereits heute die günstigste Erzeugungsform. Tendenz: fallend.

Doch der Ausbau von Windrädern, Photovoltaik und Netzen braucht Zeit. Zeit, die viele Unternehmen möglicherweise nicht haben. Denn noch halten die kriegsbedingten Risiken die Großmarktpreise für Gas und Strom hoch. Gleichzeitig locken ausländische Standorte mit billiger Energie und Subventionen.

Die Frage, ob und wie Unternehmen während der Energiewende subventioniert werden soll, spaltet aber auch die Wirtschaft. Deshalb haben wir einen Mittelständler, einen Industriebetrieb und zwei namhafte Ökonomen nach ihrer Meinung gefragt.

MATTHIAS SCHNEIDER

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