TEURE KUNST

91 Millionen Dollar für einen Hasen aus Stahl

von Redaktion

Es mag makaber sein, aber der Tod ist in der Kunst oft ein lukratives Geschäftsmodell. Viele Werke steigen nach dem Ableben des Künstlers massiv im Wert. Aber man kann auch als lebender Künstler Millionen umsetzen. So wechselte im Mai 2019 die Stahlskulptur „Rabbit“ von Jeff Koons für 91,1 Millionen US-Dollar den Eigentümer – seinerzeit ein Rekord für einen lebenden Künstler. Der 68-jährige US-Amerikaner gilt als ein Paradebeispiel dafür, wie Künstler mit einer effektiven Selbstvermarktung ihren Wert nach oben treiben.

Bei Auktionshäusern gern gesehen ist auch der Brite David Hockney. Die Werke des 86-jährigen Malers, Grafikers und Fotografen sind finanzielle Leckerbissen. Sein Bild „Portrait of an Artist“ brachte 2018 bei Christie‘s 90,3 Millionen Dollar ein. Hoch gehandelt wird auch Jasper Johns. Der 93-jährige US-Künstler wurde vor allem durch seine US-Flaggen-Bilder bekannt. Den höchsten Preis spielte aber ein anderes Werk ein: „False Start“. 80 Millionen Dollar soll es bei einem Privatverkauf gebracht haben.

Gerade erst ist er vom „Kunstkompass“-Ranking erneut zum weltweit wichtigsten Künstler gekürt worden: der deutsche Maler Gerhard Richter (91). Auch seine Werke sind Erfolgsgaranten. 2015 erzielte sein „Abstraktes Bild 599“ 46,3 Millionen Dollar. Und der britische Street-Art Künstler „Banksy“, der seine wahre Identität nicht preisgibt, steigert seinen Marktwert Jahr für Jahr. Den bisher besten Preis spielte im Oktober 2021 „Love is in the Bin“ ein: 25,3 Millionen Dollar.

Viel Geld lässt sich auch mit digitaler Kunst verdienen. 57,8 Millionen Dollar erzielte die Collage „Everydays: The First 5000 Days“ von Mike Winkelmann, Künstlername „Beeple“. Seit 2007 lud er täglich ein Bild auf die Online-Plattform Tumblr und fügte sie zu einer Datei zusammen. Das Werk gehört zur NFT-Kunst (NFT: non-fungible/nicht austauschbarer Token) Das Werk kann zwar im Netz kopiert werden. Aber nur wer als Beweis den NFT hat, ist Eigentümer des signierten Originals.  wha

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