Israel: Neue Hoffnung auf Geisel-Deal

von Redaktion

Tel Aviv/New York – Nach dem Umsturz in Syrien gibt es neue Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Hamas. Die Hamas sei jetzt zu einer Vereinbarung bereit, die es Israels Truppen bei Einstellung der Kämpfe erlauben würde, vorübergehend im Gazastreifen zu bleiben, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf arabische Vermittler. Die Hamas habe zudem eine Liste mit Geiseln übergeben, die sie im Rahmen einer Waffenruhe-Vereinbarung freilassen würde. Damit hätten die Islamisten zwei Kernforderungen der Israelis nachgegeben. Monatelang hatte die Hamas auf ein dauerhaftes Ende des Krieges und einen vollständigen Abzug der israelischen Truppen aus Gaza gepocht. Die Deutsche Presse-Agentur hatte bereits vor Tagen aus Hamas-Kreisen erfahren, dass Katar und Ägypten Namen einiger Geiseln für eine mögliche Freilassung genannt worden seien.

Unterdessen greift Israel ungeachtet internationaler Kritik weiter in Syrien an. „Israelische Kampfflieger setzen die Zerstörung der Überreste des syrischen Militärarsenals fort“, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am späten Mittwochabend. Ziel der neuen Angriffe seien unter anderem der Hafen von Latakia am Mittelmeer und Lagerhäuser in der benachbarten Provinz Tartus gewesen.

Artikel 3 von 6