Damaskus – Nach dem Machtwechsel in Syrien bemühen sich die Rebellengruppe HTS und die neue Übergangsregierung offenbar um verstärkte Kontakte mit anderen Staaten der Region. Das HTS-Büro für politische Angelegenheiten dankte Ägypten, Jordanien, dem Irak, Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten sowie Italien dafür, dass sie ihre Botschaften in Damaskus geöffnet hielten. Auch die Türkei und Katar würden ihre Botschaften bald wieder öffnen. Man hoffe auf „gute Beziehungen mit allen Ländern“, die die Souveränität Syriens respektierten und den Willen des syrischen Volks.
Viele westliche Staaten, darunter Deutschland, hatten ihre Botschaften im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien ab 2011 geschlossen. Einige arabische Staaten hatten ihre Vertretungen wieder eröffnet und Assad auch wieder in den Kreis der Arabischen Liga aufgenommen. Konsularische Vertretungen gab es im Jahr 2022 für acht EU-Staaten, darunter Italien, Spanien, Polen und Griechenland.
Am Sonntag soll der internationale Flughafen in Damaskus wieder den Betrieb aufnehmen. Aus Kreisen des syrischen Verkehrsministeriums hieß es, dort sei es nach Assads Sturz zu Plünderungen und Vandalismus gekommen, unter anderem seien Türen, Fenster und Kabel gestohlen worden. Nun liefen Reparaturarbeiten.