Die künftige Bauministerin Verena Hubertz ist eine „Senkrechtstarterin“ – als sie 2021 mit einem überraschenden Direktmandat in den Bundestag einzog, wurde sie direkt SPD-Fraktionsvize, zuständig für Wirtschaft, Energie, Wohnen. In dieser Zeit führte sie oft Verhandlungen um strittige Fragen und zeigte, dass laute Töne nicht ihr Stil sind. Die 37-Jährige aus Trier ist bereits seit 15 Jahren in der SPD. Auslöser dazu war ihr Schülerjob bei „Burger King“. Dabei habe sie gesehen, wie Kollegen ihre Familie bei Mindestlohn ernähren mussten. In der SPD gehört sie zum eher pragmatischen Flügel der „Netzwerker“.
Vor ihrer politischen Karriere arbeitete sie unter anderem für die Lebenshilfe-Werke, bei Vodafone und der Commerzbank. Während des BWL-Studiums gründete sie mit einer Kommilitonin die App „Kitchen Stories“: praxisnahe Rezept-Videos. Die App hat heute 20 Millionen Nutzer. 2020 verließ Hubertz das Team, um sich der Politik zu widmen. Über ihr Privatleben sagt sie wenig, man kennt immerhin die Hobbys: Laufen – Halbmarathon –, Handball und Tennis.
CWI