Die Boxerin im Kabinett

von Redaktion

Die SPD überrascht mit Alabali-Radovan

Eine Hobbyboxerin als Überraschungs-Ministerin: Reem Alabali-Radovan (35) wird viel einstecken müssen im neuen Amt. Das Entwicklungsministerium hat auch diese Koalitionsverhandlungen zwar überlebt, seine Mittel werden aber gekürzt. Der Kurs des Hauses soll härter werden – Kürzungen für Länder, die ihre Flüchtlinge nicht zurücknehmen.

Alabali-Radovan, in Moskau geboren, kam mit sechs Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern. Ihre christlich-irakischen Eltern flohen vor dem Saddam-Hussein-Regime. Sie studierte Politik in Berlin, wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orient-Institut. In die Politik fand sie erst später, arbeitete sich in Schwerin 2020 zur Integrationsbeauftragten des Landes hoch. Jetzt wurde die Bundespolitik auf sie aufmerksam: Die Scholz-Regierung holte sie als „Staatsministerin“ für Migration ins Kanzleramt. In die SPD trat sie 2021 ein, kandidierte da auch erfolgreich für den Bundestag.

Neben Deutsch spricht sie Arabisch, Englisch und Assyrisch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter (2) in Schwerin. Boxverein: BC Traktor.
KAA

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