Mr. Verteidigung

von Redaktion

Boris Pistorius bleibt als Einziger im Amt

Wochenlang wurde über die Ministerposten wild spekuliert – nur einer galt immer als sicher gesetzt: Boris Pistorius soll als Verteidigungsminister die begonnene Zeitenwende vollenden. In Rekordzeit hatte sich der ehemalige niedersächsische Innenminister nach seinem Amtsantritt im Januar 2023 in der Bundespolitik Respekt erworben, seit Langem ist er der beliebteste Politiker. Viele in der SPD hätten lieber ihn als Olaf Scholz als Kanzlerkandidat gehabt.

Angesichts der russischen Bedrohung, der neuen amerikanischen Zurückhaltung sowie der zusätzlichen Milliarden für Verteidigung hat Pistorius – einst auch OB seiner Heimatstadt Osnabrück – einen der zentralen Posten im neuen Kabinett. Manches seiner Anliegen dürfte er mit dem Kanzler Merz leichter durchbringen als mit seinem Parteifreund Scholz. Spannend wird die Frage der Taurus-Lieferungen an die Ukraine sowie die Zukunft der Wehrpflicht. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD auf ein neues, zunächst auf Freiwilligkeit basierendes Modell verständigt. Der 65-Jährige will noch 2025 starten.
MIK

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