Bericht: Israel soll Räumung von Gaza-Trümmern übernehmen

von Redaktion

Leben in Trümmern: Palästinenser in Gaza kommen in zerstörten Gebäuden unter. © Alshrafi/dpa

Tel Aviv/Gaza – Bilder des Gazastreifens zeigen vor allem eines: Trümmer. Die USA verlangen jetzt offenbar von Israel, die Räumung dieser Trümmer sowie die Kosten dafür zu übernehmen. Israel habe grundsätzlich zugestimmt, berichtet das israelische Nachrichtenportal „ynet“ unter Berufung auf einen Regierungsvertreter. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Die Kosten werden demnach auf mehrere hundert Millionen Schekel geschätzt. Ein Euro liegt bei rund 3,7 Schekel.

Das „Wall Street Journal“ berichtete zuletzt von rund 68 Millionen Tonnen Trümmern im Gazastreifen. Nach jüngsten Angaben des UN-Nothilfebüros Ocha sind mehr als 80 Prozent der Gebäude in dem Küstenstreifen am Mittelmeer zerstört oder beschädigt. Der Schutt stelle zudem erhebliche Gesundheits- und Umweltgefahren dar, da viel davon mit Sprengstoffen, Asbest, Industrieabfällen und medizinischem Abfall kontaminiert sei.

Viele vertriebene Menschen kommen trotzdem in den beschädigten Gebäuden unter. Infolge des Sturmtiefs „Byron“ sind jetzt fünf Menschen durch ein einstürzendes Gebäude im Norden getötet worden. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes kamen zwei weitere Palästinenser ums Leben, als eine Mauer auf ein Zeltlager für Vertriebene in der Stadt Gaza krachte.

Theoretisch könne ein Großteil des Schutts innerhalb von sieben Jahren beseitigt werden. Die Beseitigung der Trümmer gilt als eine der Bedingungen für einen Wiederaufbau des verwüsteten Gebiets. Dieser ist in der zweiten Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump vorgesehen. Israel besteht darauf, dass zuvor die Leiche einer letzten Geisel überführt wird. Dies ist eine der Bedingungen der ersten Phase des Trump-Plans.

Laut „ynet“ wollen die USA im Gebiet von Rafah im Süden des Gazastreifens mit dem Wiederaufbau beginnen. Sie hoffen, dass dies vertriebene Bewohner dazu bewegen werde, in den Süden zurückzukehren.DPA

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