Für alle Fälle: Ein gepackter Notfallrucksack © IMAGO
München – Notsituationen, in denen das Leben plötzlich nicht mehr so läuft wie gewohnt, kann es viele geben: ein Stromausfall wie in Berlin, Hochwasser oder starke Schneefälle, die Supermärkte und Ärzte unerreichbar machen, Stürme, eine akute Erkrankung, Cyberangriffe, eine Pandemie. Lebensmittel, Getränke, Medizin oder auch Energie sind dann schnell knappe Güter. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz rät deshalb dazu, sich für den Fall der Fälle zu wappnen.
■ Die Vorratstypen
Grundsätzlich gibt es zwei Strategien. Man kann auf einmal einen größeren Vorrat anlegen und diesen dann regelmäßig auf Haltbarkeit prüfen, die Produkte vor Ablauf der Haltbarkeit verbrauchen und ersetzen.
Oder man nimmt bei jedem Einkauf ein wenig mehr mit, als man braucht, und baut so Stück für Stück einen Vorrat auf. Die Produkte werden dann im Alltag regelmäßig mitgenutzt und aufgefüllt.
■ Ausreichend Wasser
Das Bundesamt rät, für zehn Tage eine Notversorgung zu sichern. Elementar dabei: ausreichend zu trinken. „Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit“, schreibt das Bundesamt. Ein Erwachsener brauche mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Fruchtsäfte und Softdrinks sind in Ordnung, aber man sollte zusätzlich viel Wasser einplanen, weil der Körper es braucht und man dieses auch zum Kochen verwenden kann.
■ Nichts Tiefgefrorenes
Beim Essen hängt es auch von den eigenen Vorlieben ab. Man kann sich mit einfachen Konserven behelfen oder vielfältiger einkaufen. Wichtig ist in beiden Fällen eine lange Haltbarkeit. Auf Tiefgefrorenes sollte man verzichten, da bei einem Stromausfall alles auftaut und schlecht wird. Ideal ist Essen, das nicht mehr gekocht werden muss oder zumindest nur eine kurze Kochzeit hat. Folgende Lebensmittel eignen sich laut dem Bundesamt für Katastrophenschutz besonders zur Bevorratung: Trockenfrüchte, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in Konserven, Trockenfleisch und -wurst, Nüsse, Zwieback, Müsliriegel.
■ Was sonst wichtig ist
Daneben sollte man seine Hausapotheke auf Vordermann halten. Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind, zum Beispiel Diabetiker, sollten einen gewissen Vorrat im Haus verfügbar haben. Auch an Licht und Wärme ist zu denken: Taschenlampe mit Batterie, Kerzen, Feuerzeug, Decken, Gasheizer oder ein Ethanolkamin. Sinnvoll ist ein Radio, das ohne Netzstrom funktioniert: Batterien, Solar oder Kurbel.
Auf www.bund.de hat das Bundesamt viele Informationen zusammengestellt. Unter anderem finden sich dort eine Checkliste und ein Vorratskalkulator (www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator).