Depressionen: Frauen leiden häufiger als Männer. © dpa
Frauen erkranken häufiger an Depressionen, Angst- und Essstörungen als Männer, darüber berichtet die Thieme Fachzeitschrift „PiD – Psychotherapie im Dialog“. Psychische Erkrankungen zeigen deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede – sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrer Ausprägung. So erkranken Frauen über die Lebensspanne betrachtet ähnlich häufig wie Männer, sind jedoch öfter von Depressionen, Angst- und Essstörungen betroffen. Männer hingegen leiden öfter unter Abhängigkeitserkrankungen und sogenannten antisozialen Persönlichkeitsstörungen.
Depressionen sind bei Frauen oft von Antriebslosigkeit oder Selbstzweifeln geprägt. Betroffene neigen zu nach innen gerichteten Bewältigungsstrategien wie Grübeln oder Selbstvorwürfen. Bei Männern äußern sich die psychischen Belastungen dagegen häufiger durch Aggressivität oder Substanzkonsum.