Studie: Die Stadt ändert Verhalten von Tieren

von Redaktion

Bielefeld – Das Leben in der Stadt verändert laut einer Studie das soziale Miteinander von Tieren. „Kaum ein Tier bleibt unbeeinflusst vom menschlichen Lebensraum“, teilte die Universität Bielefeld am Dienstag mit. So änderten sich etwa die Nahrungsaufnahme oder das Fluchtverhalten. Auch die Paarungsstrategien wandelten sich, was langfristig ganze Populationen gefährden könne.

Die Forscher der Universität haben den Angaben zufolge für ihre Übersichtsarbeit 227 internationale Studien ausgewertet. 92 Prozent davon zeigten einen deutlichen Einfluss der Urbanisierung auf tierisches Zusammenleben. Ein Grund seien Herausforderungen durch die menschengemachte Umwelt – mit versiegelten Flächen, künstlichem Licht, Verschmutzung und ständigem Lärm. Diese urbanen Stressfaktoren verändern laut der Universität unter anderem, wie Tiere miteinander kommunizieren, wie aggressiv sie sich verhalten oder wie stabil soziale Gruppen sind. So könne etwa städtischer Lärm tierischen Gesang, Warnrufe oder Balzsignale überdecken. Stadtentwicklung könnte diese Erkenntnisse künftig nutzen, hieß es seitens der Macher der Studie.

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