Markus Söder wollte lieber nicht die Treppe hoch

von Redaktion

Es ging nicht mehr: Markus Söder hat eine neue Hüfte. © dpa

München – Die Gastgeber hatten sich alle Mühe gegeben. Im Oktober stand Markus Söder in der geschichtsträchtigen Zitadelle von Saladin in der Altstadt von Kairo – und der rührige Führer wollte ihn noch nach oben bitten. Doch der Staatsgast sah die Treppe und winkte ab. Lieber nicht. Offen thematisieren wollte der CSU-Politiker seine Probleme mit der Hüfte nie – aber zu Weihnachten entschied er sich zur Operation. Er habe den Eingriff lange vor sich „hergeschoben“, gestand der 58-Jährige. Anfangs wollte er keine Fotos mit sich auf Krücken. Aber seit dem Neujahrsempfang ist er entspannter. „Irgendwie kommt das neue Jahr so ziemlich auf Krücken daher“, witzelte er.

Ein einfacher Patient ist Söder vermutlich nicht. „Mir fällt es vor allem schwer, Ruhe zu geben“, gestand er in der „Augsburger Allgemeinen“. Ihm gehe es da wie vielen Menschen: „Ich habe ,Dr. House‘ und andere Arzt-Serien gesehen und stelle auf Basis dieses Halbwissens immer wieder Nachfragen.“ Aber er höre auch auf Fachleute. „Eine medizinische Therapie ist so ähnlich wie Reformen in der Politik: Die Therapie tut weh und mittendrin zweifelt man auch mal. Aber wer es durchzieht, wird erfolgreich sein.“ Anstrengend war der Patient Söder auch für die eigenen Mitarbeiter: „Ab dem dritten Tag fallen mir tausend Dinge ein, die man machen könnte. “

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