Smartwatches entdecken Herzstörungen

von Redaktion

Amsterdam – Handelsübliche Smartwatches können gefährliche Herzrhythmusstörungen einer Studie zufolge häufiger erkennen als eine herkömmliche medizinische Standardversorgung. Das teilte die Amsterdamer Universitätsklinik UMC zu der im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlichten Analyse mit.

Untersucht wurde vor allem das Vorhofflimmern, die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung. Dabei schlagen die Vorhöfe des Herzens unregelmäßig, es können sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, die ins Gehirn wandern und einen Schlaganfall verursachen. Weil das Flimmern unregelmäßig auftritt, bleibt es bei Routineuntersuchungen beim Arzt oft unentdeckt. In der Studie wurde in der Gruppe mit Smartwatch Vorhofflimmern viermal häufiger entdeckt als in der Kontrollgruppe. Allerdings ist die Technik nicht unfehlbar. Von den 72 Patienten, bei denen die Uhr anschlug, hatte nur etwa die Hälfte tatsächlich Vorhofflimmern.

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