Die Zahl der Zeitzeugen schwindet

von Redaktion

Ein Häftling im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Unten das Torhaus des Vernichtungslagers. © pa/dpa

New York/Berlin – Der Tag der Befreiung von Auschwitz, der 27. Januar, ist weltweit Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus. In Deutschland machte ihn der damalige Bundespräsident Roman Herzog 1996 zum staatlichen Gedenktag. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Claims Conference noch 196 600 jüdische Holocaust-Überlebende, die Mehrzahl sind Menschen, die den Massenmord des NS-Regimes als Kinder überlebten. Das Durchschnittsalter der Holocaust-Überlebenden liegt demnach bei 87 Jahren; 62 Prozent sind weiblich, etwa jeder und jede Dritte ist 90 Jahre oder älter. Die Hälfte der jüdischen Holocaust-Überlebenden lebt heute in Israel, gefolgt von den USA (16 Prozent), Frankreich (9 Prozent) und Russland (7 Prozent). Auf dem fünften Rang liegt Deutschland mit 5 Prozent. Die Zahl der Zeitzeugen sinkt rapide. Anfang 2025 waren es noch rund 220 000 jüdische Holocaust-Überlebende gewesen.

Die Claims Conference ist eine weltweit präsente gemeinnützige Organisation, die materielle Entschädigungen für Holocaust-Überlebende sichert. 2025 wurden laut der Organisation weltweit rund 530 Millionen US-Dollar für Überlebende sowie 960 Millionen US-Dollar für Maßnahmen der Fürsorge für Überlebende wie häusliche Pflege, Medikamente und Lebensmittel, verteilt.

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