Die Pläne für den Eisbach am Tucherpark

von Redaktion

Das Areal am Eisbach von oben: Das Rechenzentrum liegt darunter. © Commerz/Hines

München – Eine wichtige Rolle für das neue KI-Rechenzentrum spielt der Eisbach, der durch den Tucherpark fließt. Dessen Wasser soll für die Kühlung der KI-Fabrik genutzt werden. Dafür wird ein Teil des Eisbachwassers über ein Rohr zu einer Wand mit Wärmetauscher geleitet, über die die Fabrik gekühlt wird. Anschließend fließt das Wasser wieder in den Eisbach zurück. Durch dieses Verfahren kann sich das Wasser an der Stelle um maximal ein Grad erwärmen. Auf die Temperatur des gesamten Eisbaches soll dies keine Auswirkungen haben, teilte ein Pressesprecher des Tucherparks mit. Gleichzeitig soll die Abwärme der KI-Fabrik die umliegenden Gebäude im Tucherpark – und Teile Lehels – beheizen.

Der Eisbach bekommt noch eine weitere Funktion: Mit seinem Wasser wollen die Betreiber Strom erzeugen. Direkt neben der KI-Fabrik soll ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 3,6 Gigawattstunden pro Jahr entstehen. Zum Vergleich: Grundsätzlich könnte man rund tausend Haushalte versorgen. Der Strom soll teils der KI-Fabrik und möglicherweise auch den Gebäuden im Tucherpark zur Verfügung stehen; wie die Kapazitäten genau verteilt werden, ist noch unklar, so der Sprecher.

Außerdem soll entlang des Eisbachs eine durchgehende Bach-Promenade von Nord nach Süd entstehen. Der Weg ist derzeit noch in Teilen unterbrochen. Eine zusätzliche Surfwelle im Quartier wurde geprüft; die Ergebnisse liegen nun bei der Stadt, ob die Welle umgesetzt wird: unklar.J. LIMMER

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