Hubert Aiwanger © Weigel/dpa
München – Es dauert nur ein paar Sekunden, bis Hubert Aiwanger auf Betriebstemperatur ist. Kaum hat er die Bühne in der Stadthalle Deggendorf betreten, hält er schon ein Schild in der Hand: „Hebammen sind systemrelevant“ steht darauf. Und „…bezahlt sie auch so!“ Aiwanger, der Freund der Anpacker und Fleißigen, der Mittelschicht. Der Bundes- und Landesvorsitzende der Freien Wähler präsentiert sich deutlich weniger krawallig als in der Vergangenheit, auch wenn er noch immer gegen den „woken Klimbim“ und gegen Berlin wettert. Seine Partei präsentiert er als Kraft der vernünftigen Mitte. Und auch sein Lieblingsthema fehlt natürlich nicht: „Ich will selber entscheiden können, ob ich mit Holz, Gas oder Wärmepumpe heize.“
Wie immer spricht Aiwanger fast eine Stunde lang frei. Seine Botschaft ist klar: Leistung muss sich lohnen. „Ehrlich gesagt, ist mir der Teilzeitbeschäftigte lieber als der, der gar nichts tut.“ Außerdem wettert er gegen zu viele Vorgaben vom Bund und aus Brüssel. „Wir stehen nicht für den Nanny-Staat, der uns im Detail sagt, was wir zu tun haben.“MIK