Freundin des Karnevals: Katharina Dröge. © dpa
München – Es ist der Morgen der Katharinas in Landshut. Erst spricht die bayerische Fraktionschefin Katharina Schulze, dann ihre Bundeskollegin Katharina Dröge. Und beide haben noch eine Katherina, an der sie sich abarbeiten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich mit ihrer Energiepolitik bei den Grünen keine Freunde gemacht.
Doch im Mittelpunkt der Zielscheibe stehen zwei Männer: Friedrich Merz, vor allem aber Markus Söder. Und obwohl in Landshut – anders als in Passau – quasi kein Bier getrunken wird und nur Rednerinnen auf der Bühne stehen, geht es erstaunlich deftig zu. Beispiel: Merz regiere Deutschland „wie ein Opa im Feinripp-Unterhemd“, der vom Fenster aus „die Leute auf der Straße vollnörgelt“, findet Dröge. Dem Kanzler missfalle das Stadtbild, er schimpfe auf Teilzeit und Work-Life-Balance. Außerdem finde er, die Deutschen seien zu viel krank. Und sein Frauenbild sei „kurz nach der Einführung der Spülmaschine stehen geblieben“. Die karnevalfreudige Kölnerin Dröge hat sich sagen lassen, was am Aschermittwoch von ihr erwartet wird.
Katharina Schulze hat vorher ebenfalls ausgeteilt: „Wenn Markus Söders Ankündigungen Strom erzeugen würden, dann wären wir in Bayern längst energieautark.“ Sie bringt aber auch ein paar Inhalte in ihrer Rede unter, insbesondere ihr Wohnkonzept. Großen Beifall bekommt sie für die Forderung, das AfD-Verbotsverfahren endlich auf den Weg zu bringen. Und schließlich hält sie ein Plädoyer für mehr Frauen in der Politik. In 71 Landkreisen gebe es gerade einmal sieben Landrätinnen. „Das ist kein Naturgesetz, das ist ein politisches Armutszeugnis.“ MIK