Berlin – Die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran mit dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei und die Vergeltungsattacken Teherans haben international zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Ein Überblick.
UN-Generalsekretär António Guterres: „Ich verurteile die heutige militärische Eskalation im Nahen Osten. Der Einsatz von Gewalt durch die USA und Israel gegen den Iran, und die folgende Vergeltung des Iran in der ganzen Region, untergraben internationalen Frieden und Sicherheit.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Die Entwicklungen im Iran sind höchst besorgniserregend (…) Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf.“
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron: „Der Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran hat schwerwiegende Folgen für den Frieden und die internationale Sicherheit. (…) Die derzeitige Eskalation ist für alle gefährlich. Sie muss aufhören.“
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide: „Der Angriff wird von Israel als Präventivschlag bezeichnet, was jedoch nicht dem Völkerrecht entspricht. Ein Präventivschlag würde das Vorliegen einer unmittelbaren Bedrohung voraussetzen.“
Chinesisches Außenministerium: „Irans Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität sollten respektiert werden. China verlangt eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, keine weitere Eskalation der Situation, eine Wiederaufnahme von Dialog und Verhandlung, und Bemühungen, um Frieden und Stabilität im Nahen Osten aufrechtzuerhalten.“
Türkisches Außenministerium: „Die Ereignisse, die mit Angriffen Israels und der USA auf den Iran begonnen haben und mit iranischen Angriffen auf Drittstaaten weitergegangen sind, stellen ein Risiko für die Zukunft unserer Region und der globalen Stabilität dar.“
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj: „Es ist nur fair, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, das terroristische Regime loszuwerden, es loszuwerden und die Sicherheit aller Nationen zu garantieren, die unter dem Terror aus dem Iran gelitten haben. (…) Immer, wenn die USA entschlossen sind, werden globale Verbrecher schwächer.“
Australiens Premierminister Anthony Albanese: „Ayatollah Ali Chamenei war verantwortlich für das Programm für ballistische Raketen und das Atomprogramm des Regimes, für die Unterstützung bewaffneter Milizen und die brutalen Gewalttaten und die Einschüchterung gegen die eigene Bevölkerung. (…) Um seinen Tod wird nicht getrauert werden.“
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas: „Der Tod von Ali Chamenei ist ein entscheidender Moment in der Geschichte des Iran. Was als Nächstes kommt, ist unklar. Aber der Weg ist jetzt frei für einen anderen Iran, in dem die Bevölkerung größere Freiheit haben könnte, zu gestalten.“
Russischer Präsident Wladimir Putin: Putin brachte in einem Brief an den iranischen Präsidenten sein „tiefes Beileid für den Mord“ zum Ausdruck und nannte Chamenei einen „außergewöhnlichen Staatsmann“.