PRESSESTIMMEN

von Redaktion

Wall Street Journal: „Der größte Fehler, den Trump jetzt begehen könnte, wäre, den Krieg zu früh zu beenden, bevor das iranische Militär und seine inländischen Terrororganisationen vollständig zerschlagen sind. (…) Kritiker verweisen auf (…) die Gefahr eines endlosen Krieges. Doch niemand, am wenigsten Trump, spricht davon, US-Truppen in den Iran zu entsenden, um eine neue Regierung einzusetzen. Das ist Aufgabe der Iraner selbst.“

New York Times: „Das Regime, das Trump stürzen will, hat seine Wurzeln in der US-amerikanischen Intervention im Iran. (…) Nun hat Trump gemeinsam mit Israel (…) die Ermordung des Staatsoberhaupts veranlasst. Er tat dies, ohne seine Strategie für die Zukunft zu erläutern und ohne die Unterstützung fast aller anderen Verbündeten.“

The Jerusalem Post: „Israelische Streitkräfte töteten innerhalb der ersten Minute der Angriffssalve 40 hochrangige iranische Funktionäre. Heute jubeln Hunderte Millionen Perser – ebenso wie die Familien von mehr als 30 000 jungen Menschen, die wegen ihrer Proteste ermordet wurden. Hilfe ist nun wirklich auf dem Weg.“

The Guardian (London): „Die Tötung des obersten Führers des Iran (…) ist ein gezielter Mord an einem Staatsoberhaupt. (…) Die Abscheu gegen das harte Regime in Teheran (…) stellen keine rechtliche Rechtfertigung dar.“

Gazeta Wyborcza (Warschau): „Nichts deutet darauf hin, dass die USA einen Plan für den Iran haben. Wenn ja, haben sie niemanden dazu konsultiert, obwohl der Iran nicht nur für die USA oder Israel, sondern für den gesamten Westen wichtig ist.“

Le Figaro (Paris): „Der Sieg ist noch lange nicht sicher. (…) Was kann das unbewaffnete iranische Volk gegen die Revolutionsgarden ausrichten, die über 200.000 kampferprobte Männer verfügen und nie gezögert haben, auf die Menge zu schießen?

El Pais (Madrid): „Die Frage ist, ob diejenigen, die beschlossen haben, die Regierung in Teheran mit militärischen Mitteln zu stürzen, auch tragfähige und realistische Pläne für eine stabile Zukunft mit einer demokratischen Opposition haben; also einen Plan, der sicherstellt, dass der Iran (…) nicht zu den gescheiterten Staaten der Region gehört.“

Corriere della Sera (Mailand): „Selbst wenn das theokratische Regime im Iran fallen sollte, wird es nicht zwangsläufig eine demokratische Alternative geben, und ein von den Revolutionsgarden geführtes System würde seine außenpolitischen Ziele nicht ändern.“

Pravda (Bratislava): „Trump schaffte es, den Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro zu entführen, eine Blockade gegen Kuba zu verhängen und jetzt gegen den Iran loszuschlagen. Mit dem Erreichen einer Friedenslösung in der Ukraine klappt es aber gar nicht.“

Artikel 6 von 6