Visualisierung für das gesamte SEM-Gebiet. © Stadt München
München – Wohnraum ist Mangelware. Große Entwicklungsgebiete gibt es noch im Norden und im Nordosten (Visualisierung). Die Stadt hat für beide Flächen eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) beschlossen. Mit der werden Grundstückspreise eingefroren. Der Plan: Die Stadt kauft die Flächen zu dem eingefrorenen Preis, baut entweder selbst oder verkauft die Grundstücke (dann zu heute üblichen Preisen) an Bauherren, die wiederum verpflichtet werden, auch einen Teil preisgedämpften Wohnraum zu schaffen. Mit dem Gewinn, den die Stadt rechnerisch bei diesen Transaktionen erzielt, soll die Infrastruktur für die neuen Viertel finanziert werden: Trambahnen, Schulen, Kitas.
Doch das Vorgehen war umstritten, es gab massiven Widerstand. OB Dieter Reiter (SPD) hatte die SEM erst vor vier Wochen einkassiert: „Das Instrument hat 15 Jahre lang zu keinem Baurecht geführt, geschweige denn zu einer einzigen gebauten Wohnung.“