Gesünder dank der Abnehmspritze

von Redaktion

Zum Wohl! Otti Fischer mit Frau Simone beim Starkbieranstich am Nockherberg Anfang März. Der Kabarettist ist 30 Kilo leichter, als im Frühjahr 2024 auf dem Viktualienmarkt (li.). © R. Babirad, A. Schmidt

München – Schwer ist leicht was – diesen Spruch hat Otti Fischer schon für sein erstes Solo-Programm 1989 gewählt. Jetzt lautet die neue Devise des 72-Jährigen: Leichter lebt sich‘s lockerer. Und vor allem gesünder! „Dank der Abnehmspritze habe ich 30 Kilo abgenommen“, sagt der Kabarettist. Und fügt hinzu: „Ich fühle mich rundherum wohl!“

Noch vor zehn Jahren hatte Fischer über 200 Kilo auf die Waage gebracht. Aus Liebe zu seiner Frau Simone nahm er zunächst 50 Kilo ab. „Aber ich habe mein Leben lang auch den Jo-jo-Effekt gekannt“, erzählt Otti, der durch seine Parkinson-Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen ist. „Deshalb wollte ich es mir auf meine alten Tage ein bisserl leichter machen.“ In Absprache mit seinen Ärzten griff Fischer im Frühjahr 2025 zur Abnehmspritze Wegovy mit dem Wirkstoff Semaglutid. „Das habe ich mir einmal wöchentlich in den Bauch gespritzt.“ Der Erfolg: „Ich wiege 125 Kilo, das sind 30 Kilo weniger als noch vor einem Jahr!“ Denn durch die Abnehmspritze habe er viel weniger Appetit gehabt. „Und auch mal das Essen stehen gelassen, wenn es mir zu viel wurde. Das habe ich vorher nie gemacht.“ Außerdem wurde im Hause Fischer die Ernährung umgestellt. „Ich esse jetzt viel mehr Salat und Gemüse, dafür war ich vorher nicht bekannt.“

Dabei hätte Otti auch noch mehr Gewicht verlieren können. „Die Dosis ist moderat gesetzt. Er hat bei 0,5 mg begonnen und liegt mittlerweile bei 1,7 mg“, berichtet Ottis Frau Simone. „Für ihn war das auf diese Weise gesünder.“ Somit habe er auch keine Nebenwirkungen gehabt. „Nur bei fettem Essen wird mir heute schlecht“, sagt der frühere Bulle von Tölz. „Darauf kann man sich einstellen.“ Mittlerweile nimmt er die Abnehmspritze nur noch alle paar Wochen. Ganz absetzen möchte er sie aber nicht „Dann würde ich wahrscheinlich gleich wieder zunehmen.“

Auch Fischers Neurologen, die ihn bei seiner Parkinson-Krankheit unterstützen, befürworten die Abnehmspritze, berichtet das Ehepaar. „Denn neue Studien haben gezeigt, dass das Mittel das Fortschreiten von Parkinson verlangsamen kann“, sagt Simone Fischer. Mit seiner unheilbaren Nervenkrankheit hat sich Otti Fischer mittlerweile arrangiert. „Den Parkinson bring ich nimmer weiter“, sagt Otti. Auch öffentliche Auftritte kann er genießen, wie kürzlich den Besuch beim Starkbier-Anstich am Nockherberg. Pläne für die nächsten Wochen hat er auch schon: Mit seiner Frau möchte er nach Ostern nach Meran fahren, wo der renommierte Kabarettpreis Salzburger Stier verliehen wird. Die Abnehmspritze nimmt er vermutlich mit. „Ich bin stabiler und gesünder geworden, das zählt. Es geht mir einfach gut im Moment.“

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